In fünf Schritten zur neuen Hüfte

Wer sich zu einer Implantation entschließt, wird zunächst mit seinem Arzt oder seiner Ärztin besprechen, aus welchem Material das künstliche Hüftgelenk sein soll, welche Passgenauigkeit erforderlich ist und ob eine Zementierung des Gelenks sinnvoll ist.

Hier zunächst die Operationsschritte, die unabhängig von der Auswahl des passenden Gelenks stets weitestgehend gleich sind.

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1.Hüftgelenkoperation: die Vorbereitung

Operation als Routineeingriff

Bei über 180.000 Implantationen eines künstlichen Hüftgelenks pro Jahr in Deutschland gilt diese Operation als Routineeingriff.

Ihr Facharzt Herr Carsten Petersen von der Orthopädie Potsdam wird Sie umfassend über diese Operation aufklären, Ihre Fragen beantwortet und Sie auf die bevorstehende Operation einstellen.

2.Die 3-D-Planung

CT-Aufnahmen Ihrer Hüfte

Idealerweise werden CT-Aufnahmen Ihrer Hüfte für die optimale Planung erstellt. Dies gilt für eine normale Hüft-OP ebenso wie für den Einsatz von Individualhüftschäften.

Mit der Spezialsoftware HIP-Plan® von Symbios steht Herrn Carsten Petersen ein Instrument zur Verfügung, mit dem er auf Basis von Computertomografien Ihre Hüfte in 3-D-Darstellung exakt abbilden kann. Damit ist es möglich, eine optimale künstliche Hüfte für Ihre Körperkonstellation zu finden. Im Ergebnis wird genau das Implantat vorgeschlagen, das auf Ihren Körper zugeschnitten ist und damit die besten Voraussetzungen für hohen Tragekomfort und lange Lebensdauer mit sich bringt.

3. Der richtige Schaft: Garant für den festen Sitz des künstlichen Hüftgelenks

Symbios als Spezialist für künstliche Hüftgelenke

Der Schaft des künstlichen Hüftgelenks sorgt für den festen Halt im Oberschenkel. Es stehen für den Schaft unterschiedliche Metalle zur Verfügung, die sich alle durch eine sehr gute Verträglichkeit auszeichnen. Es handelt sich bei den Alternativen um hochwertigen rostfreien Edelstahl und Titanlegierung. Beraten Sie sich mit Ihrem Facharzt Herrn Carsten Petersen, welches Material für Ihre körperlichen Voraussetzungen am besten geeignet ist. Die Firma Symbios als Spezialist für künstliche Hüftgelenke arbeitet mit allen Materialien und verfügt über eine langjährige Erfahrung in der passgenauen Herstellung.

4.Die Operation

1 bis 2 Stunden und Sie haben Ihre neue Hüfte

Eröffnung des Hüftgelenks

Ihr Facharzt Herr Carsten Petersen verschafft sich Zugang zum Hüftgelenk. Vielfach kann diese Operation minimalinvasiv durchgeführt werden. Dabei wird mit möglichst kleinen Schnitten gearbeitet, um so wenig Gewebe wie möglich zu verletzen. Oft reicht es, die umgebenden Muskeln einfach zur Seite zu schieben. Allerdings ist jeder Fall unterschiedlich, sodass der Herr Petersen mal mit wenig Platz auskommt und ein anderes Mal mehr Raum benötigt, um das neue Gelenk optimal zu implantieren. Deshalb kann durchaus auch die klassische Operationsmethode mit einem größeren Schnitt für Sie die beste sein.

Entfernung des Hüftkopfes

Der erkrankte Hüftkopf wird vom Oberschenkelhals abgetrennt und entnommen.

Versorgung der Hüftpfanne

Nun wird die am Beckenknochen befindliche Hüftpfanne für die Implantation vorbereitet. Mit einer speziellen Fräse formt der Herr Petersen das Implantatbett. Dort wird dann die künstliche Hüftpfanne befestigt. Das geschieht meist mit Pressdruck, selten mit Zement oder verschraubt.

Versorgung des Oberschenkels

Der Markraum des Oberschenkelknochens wird mit Spezialraspeln aufgeraut und für die Aufnahme des Hüftschafts vorbereitet. Dieser wird in den Markraum des Oberschenkelknochens eingesetzt. Darauf wiederum wird dann der Hüftkopf aufgesetzt. Hier besteht die Wahl zwischen einer Einzementierung des Schaftes mit Knochenzement oder einem Einbringen, bei dem der Knochen langsam mit dem Schaft zusammenwächst. Je nach körperlichen Voraussetzungen kann für Sie die eine oder andere Variante angeraten sein. Beraten Sie sich mit Ihrem Facharzt Herrn Carsten Petersen, um die für Sie beste Befestigungsart zu ermitteln. Ist der Schaft in den Oberschenkelknochen eingebracht, wird der Hüftkopf auf seinem Hals befestigt.

Zusammenführung der Gelenkteile

Nun werden beide Gelenkteile zusammengeführt und die Operationsschnitte geschlossen. Die gesamte Operation dauert in der Regel nicht länger als ein bis zwei Stunden.

5. Die Operation ist geschafft! Wie geht es weiter?

Schon in den ersten Tagen nach der Operation geht es los mit dem Aufrichten, Stehen und Gehen lernen unter physiotherapeutischer Anleitung. Was Ihnen zuerst noch mühsam erscheint, klappt mit jedem Tag besser, sodass Sie nach ein bis zwei Wochen Krankenhausaufenthalt mit der gezielten Rehabilitation beginnen können. Hier haben Sie die Wahl zwischen einer ambulanten oder einer stationären Betreuung. Bei der ambulanten Rehabilitation sind Sie zu Hause und absolvieren Ihr Programm in physiotherapeutischen Einrichtungen vor Ort. Bei der stationären Betreuung verbringen Sie den gesamten Aufenthalt in einer Rehabilitationseinrichtung.

Unser Tipp: Überschätzen Sie Ihre Kräfte zu Anfang nicht und gönnen Sie sich noch eine kleine Auszeit vom Alltag zu Hause!

Übrigens: Im Durchschnitt hat ein künstliches Hüftgelenk eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren – häufig sogar noch länger. Danach kann es nötig werden, das künstliche Gelenk zu erneuern, wenn sich beispielsweise im Laufe der Jahre der Schaft im Oberschenkelknochen lockert. Dies nennt man Revision.

Fabeln und Vorurteile

Das können Sie vergessen! Fabeln und Vorurteile

Seit fünf Jahrzehnten werden in Deutschland künstliche Hüftgelenke eingesetzt, inzwischen sind es mehr als 180.000 Operationen pro Jahr.

Die Hüftgelenkimplantationen gehören damit zu den häufigsten Gelenkoperationen. Deshalb sind Medizin und Medizintechnik ständig darum bemüht, die Implantate, die Operationstechniken und die Rehabilitationsmaßnahmen so zu verbessern, dass der Patient so sicher und zügig wie möglich seine frühere Lebensqualität zurückerhält.

Vieles, was gestern noch üblich war, ist heute durch Neuerungen und Verbesserungen überholt. Deshalb wollen wir an dieser Stelle einige der inzwischen veralteten Einwände aufgreifen.

46 Jahre? Das ist doch viel zu jung für eine künstliche Hüfte. Falsch!

Die bestmögliche „Passform“

Ein „zu jung“ für den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks gibt es heute nicht mehr. Zum einen ist die Bereitschaft gesunken, sich mit ständigen Schmerzen und zunehmenden Einschränkungen durch die erkrankte Hüfte abzufinden. Zum anderen erhöhen verbesserte Materialien die Lebensdauer der Prothesen, sodass niemand mehr befürchten muss, schon „in ein paar Jahren“ vor der nächsten Hüftoperation zu stehen.

Wer in jüngeren Jahren über eine Hüftoperation nachdenkt, sollte in jedem Fall individuell gefertigte Hüftgelenke in seine Überlegungen einbeziehen. Die sogenannten Individual-Endoprothesen werden auf Bruchteile von Millimetern genau passend für Sie hergestellt. Diese bestmögliche „Passform“ gewährleistet eine enorm lange Lebensdauer sowie einen optimalen Tragekomfort. Eines der hierauf spezialisierten Unternehmen ist die in der Schweiz ansässige Symbios Orthopédie SA, von der auch die Spezialsoftware HIP-Plan® entwickelt wurde.

Eine künstliche Hüfte einsetzen zu lassen, geht nur einmal im Leben. Falsch!

Fester Sitz und höchstmögliche Langlebigkeit

„Nur einmal im Leben!“ – das mag auf vieles zutreffen, auf ein künstliches Hüftgelenk sicher nicht. Während man früher das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks so lange wie möglich hinauszögerte, damit das Gelenk bis zum Lebensende hielt, gibt es nun in zweifacher Hinsicht deutliche Fortschritte: Zum einen sind die künstlichen Hüftgelenke durch den Einsatz verbesserter Materialien viel haltbarer geworden, zum anderen stellt das Auswechseln, also die Revision, eines locker gewordenen Gelenks mittlerweile kein Problem mehr dar. Wer in dieser Hinsicht das Beste für sich will, sollte sich für ein exakt geplantes Implantat entscheiden. Seine optimale Passform sorgt für einen festen Sitz und höchstmögliche Langlebigkeit und schafft so gute Voraussetzungen dafür, dass es erst nach vielen Jahren ausgewechselt werden muss.

Mit 80 lohnt ein künstliches Hüftgelenk doch nicht mehr. Falsch!

Wird man je zu alt, um sich seines Lebens zu freuen?

Wird man je zu alt, um sich seines Lebens zu freuen? Sicher nicht und genauso wenig sollte man auf Lebensqualität verzichten! Sprechen Sie mit Ihrem Facharzt Herrn Carsten Petersen, wenn Sie fürchten, eine solche Operation könnte Ihre Gesundheit zu sehr belasten. Mittlerweile werden Hüftoperationen zunehmend minimalinvasiv, das heißt mit möglichst kleinen und wenig Schnitten in das umliegende Gewebe, durchgeführt, sodass die Gesamtkonstitution geschont wird.

Nach der Operation ist man erstmal wochenlang aus dem Verkehr gezogen. Falsch!

Schon am Tag nach der Operation aufstehen

Auch hier gilt: Das war einmal! Schon am Tag nach der Operation heißt es oft aufstehen, damit Kreislauf und Organe wieder wie gewohnt ihre Arbeit aufnehmen. Kurz darauf können Sie schon wieder auf der Seite schlafen und sich bücken. Sukzessive werden Sie erst im Krankenhaus, dann in der Rehabilitation an die Bewegung mit der neuen Hüfte gewöhnt. Wie lange Sie die Gehhilfen brauchen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Falscher Ehrgeiz ist hier übrigens fehl am Platz. Geben Sie Ihrem Körper die Zeit, die er braucht, damit sich der Operationserfolg nachhaltig einstellt! Wann Sie sich wieder hinter das Steuer Ihres Wagens setzen können, spüren Sie selbst am besten, nämlich dann, wenn beide Beine gleichermaßen kraftvoll und beweglich geworden sind. Ihr Facharzt Herr Carsten Petersen wird Sie auf dem Weg der Genesung stets begleiten.

Sport treiben kann man mit einer künstlichen Hüfte vergessen. Falsch!

Keine Ausrede zum Sport treiben

Falls Sie eine plausible Ausrede suchen, um keinen Sport zu treiben: Eine künstliche Hüfte ist keine! Im Gegenteil: Mit dem richtigen Sport stärken Sie Muskeln und Kreislauf und das wiederum trägt dazu bei, dass Ihr Körper mit dem Implantat bestens zurechtkommt. Die früheren Listen von „guten“ und „verbotenen“ Sportarten gibt es nicht mehr. Empfohlen werden Sportarten mit wenig Stop-and-Go-Belastungen, das heißt solche mit gleichmäßigen, gelenkschonenden Bewegungsabläufen wie

z. B. Wandern und Walken, Schwimmen und Radfahren, Yoga und Gymnastik. Als nicht empfehlenswert gelten Ballspielarten wie Fußball, Handball, Volleyball und Basketball sowie Reiten und alpiner Skilauf. Dazwischen liegt das Golfspiel. Doch auch für die weniger geeigneten Sportarten gilt: Wenn Sie sie zuvor leidenschaftlich ausgeübt haben, spricht nichts dagegen, sie unter ärztlicher und physiotherapeutischer Begleitung wieder zu trainieren und zu lernen, die damit verbundenen Risiken zu vermeiden.

Ihren Arzt verstehen!

In den vielen Gesprächen in der Arztpraxis und im Krankenhaus fallen zahlreiche Fachbegriffe und Fremdwörter. Damit Sie noch einmal in Ruhe nachlesen können, was damit gemeint ist, haben wir hier die wichtigsten und ihre Erklärung zusammengetragen.

AHB

Abkürzung für Anschlussheilbehandlung, das heißt die stationäre Behandlung nach der Operation

Anästhesie

Betäubung/Narkose während der Operation

Anamnese

Krankenvorgeschichte

Antirheumatika

Arzneimittel zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen mit unterschiedlichen Therapieansätzen

Arthritis

Krankhafter Verschleiß der Gelenke

Computertomografie (CT)

Spezielles Röntgenverfahren, bei dem ein Computer die Bildinformationen ausrechnet und darstellt

Coxarthrose

Eine bestimmte Arthroseform beim Verschleiß des Hüftgelenks

Desinfektion

Desinfektion ist das Unschädlich machen von Krankheitserregern

Diagnose

Erkennung und Benennung einer Krankheit muss zu Diagnose

Drainage

Ableitung von Wundwasser oder Blut aus dem Körper

Dysplasie

Hier Hüftdysplasie: eine Fehlentwicklung der Hüftform, vor allem im Bereich der Hüftpfanne, häufig schon seit dem Kindesalter

Endoprothetik

Wissenschaft von der Herstellung und Eingliederung künstlicher Ersatzstücke in den menschlichen Körper

Extension

Streckbewegung des Gelenks

Extremität

Gliedmaße, Arm oder Bein

Femur

Oberschenkelknochen

Fibula

Wadenbein

Fixation

Befestigung, Verankerung, z. B. eines Implantats

Flexion

Beugebewegung eines Gelenks

Fraktur

Knochenbruch

Gleitpaarung

Die Flächen im künstlichen Gelenk, die ständig aneinanderreiben

HIP-Plan®

Spezialsoftware von Symbios, mit der man anhand von Computertomografien auf dreidimensionale Art ermitteln kann, welcher Gelenkersatz dem natürlichen Gelenk am besten entspricht. HIP-Plan® stellt Pfanne und Schaft in einem Planungsschritt dar.

Infektion

Eindringen von Krankheitskeimen in den Körper

Knochenzement

Sehr belastbarer medizinischer Werkstoff, der u. a. zur Fixierung von Implantaten und Knochen verwendet wird. Chemisch nichts anderes als Plexiglas (Polymethylmethacrylat, PMMA)

Knorpel

Weiche Schutzschicht, die die Knochen überzieht, um ein Aneinanderreiben der Knochen zu verhindern

Legierung

Kombinierte Zusammensetzung aus verschiedenen Metallen. Implantate bestehen aus Legierungen, die gegenüber Einzelmetallen verbesserte Eigenschaften haben

Luxation

Herausrutschen des Hüftkopfes aus der Hüftpfanne,„Ausrenken“

Minimalinvasiv (MIS)

Besonders schonende Operationstechnik mit dem Ziel, so wenig Weichteile wie möglich zu verletzen. Man schiebt dabei beispielsweise Muskeln zur Seite, anstatt sie zu durchtrennen

Mobilisation

Mobilisation ist das Beweglich machen eines Gelenks

Osteolyse

Abbau und Auflösung von Knochengewebe als Reaktion auf Schädigungen, z. B. durch Korrosion von Partikelabrieb von Gelenkprothesen („Partikelkrankheit“)

Osteophyten

Krankhafte Bildung neuer Knochen an bestehenden, z. B. als Folge einer Arthrose

Postoperativ

Nach der Operation

Präoperativ

Vor der Operation

Prognose

Vorhersage über den Krankheitsverlauf und die Heilungsaussichten

Prophylaxe

Vorbeugung

Rehabilitation

Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gesundheit

Sklerose, sklerosiert

Krankhafte Verhärtung der gelenkanliegenden Knochen

Symptom

Krankheitszeichen

Therapie

Behandlung von Krankheiten, Heilverfahren

Tibia

Schienbein

Totalendoprothese (TEP)

Der vollständige Ersatz eines menschlichen Gelenks durch ein Implantat

Trauma

Aus dem Griechischen für Verletzung, Wunde

Wechseloperation (Revision)

Austausch eines künstlichen Gelenks, meistens infolge einer Auflockerung

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